08.12.2006 - Eine windige Angelegenheit.

 

Da das letzte Jahredrittel des Jahres von Langweile nur so strotze, kommt der Dezember endlich ein klein wenig in Schwung: Nach einer sehr warmen Woche von bis zu 14°C, kam am heutigen Freitag ein kleines Sturmtief, quer über Nordfrankreich zu uns. Dieses sorgte am Abend für viel Wirbel auf den Straßen. Und bei mir für viel Sand in den Füssen und aufn Kopf ;)

So um 19:30Uhr machte ich mich auf dem Weg zum Salzgitter-See. Da der Wind SW war, kam er auf meiner Heimstation kaum was an. Also ab zum See ^^.

Am See angekommen, war der Wind doch schon ganz anders als zu Hause. Stramm aus SW mit Böen bis Stärke 8. Mitn Windmaster 2, genoss ich die Atmosphäre.

An der örtlichen "Windanlage", wo nur der Geschwindigkeitsmesser funktionierte, hatte ich meinen Spaß.

Ein schöner Moment: 77km/h Böe... Mittelwind bei 42km/h, herrlich :->

Die Windanlage im Stresstest:

Ich fuhr dann mit meiner mobilen Station aufs offene Feld, wo ich immer meine Gewitterbeobachtungen machte. Der konnte dann endlich nach über einen Jahr zeigen, was er so aushalten konnte.

Die Temperatur war mit 12,1°C ja so noch angenehm, aber im Windchill ziemlich kalt. Die Winterausrüstung verhalf mir, es draußen länger auszuhalten ;)

Mit dem Windmaster 2 habe ich kurz nebenbei gemessen und ein Topwert von 75km/h gemessen, bei 44km/h Mittelwind.

Und in 3m Höhe waren es 2km/h mehr :) - in 20min hat der Wind "18km" Laufweg hintersich gebracht. Auch nicht schlecht ^^.

Meine mobile Station und mein Auto.

Ich fuhr dann nochmal zum See, um mir ein letztes Mal die volle "Dröhnung" zu geben. *g*. Ich stand da für ein paar Minuten auf der neuerbauten Aufsichtsplatform am Strand. Diese hatte durch den Wind ein tollen "Soundeffekt" und bog sich im Wind kräftig zur Seite. War ganz lustig das oben mitzuerleben :D. Dort maß ich schon schnell Windböen von 65 bis 78km/h. Ich ging dann runter zum Wasser, wo der Wellengang im vollen Gange war und der Sand quer über den Parkplatz gepustet wurde. Zeitweise boten sich im Scheinwerferlicht der parkenden Autos geniale "Sandnebel" auf. Kurz bevor ich zurückgehen wollte, packte mich eine nächste Böenwelle. Das Ergebnis sieht man hier:

Um zum Auto zurückzukehren, ging kein Weg dran vorbei den Sand volle Kanne abzukriegen. Das war schmerzhaft.

 

So, das wars erstmal. Damit ist für mich das Jahr 2006 eigentlich vorbei. Es war das langweiligste Jahr, seit ich das Wetter beobachte und ich hoffe daher inständig das er jetzt endlich zu Ende geht. Der Schnee/Kälte hat zur Zeit auch kein Bock. El Ninjo lässt grüßen. Fehlt nur noch ein Gewitter zum Abschluss ;)

mfg

Bastian

www.wetterfreak-salzgitter.de